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Gardasee ist aktuell der Nabel der Fahrrad-Welt!

1. Mai 2026 Hannes Wallner Radkrone

                    Gardasee ist aktuell der Nabel der Fahrrad-Welt!

Die europäische Bike-Szene – Hersteller, Profis, Tüftler und tausende Besucher treffen sich seit 1994 alljährlich im Frühjahr am nördlichen Gardasee beim Riva Bike Festival – 1. bis 3. Mai 2026. Was ursprünglich als reines Mountainbike-Festival gestartet ist, hat sich zu einer der wichtigsten Plattformen der gesamten Fahrradbranche entwickelt – auch wenn’s mittlerweile immer italienischer wird.

Über 1.500 Testbikes, mehr als 200 Aussteller, rund 400 Marken und ein dicht gedrängtes Programm aus Rennen, wie der Bosch eMTB Challenge, Ausfahrten und Technik-Showcases: Riva ist nicht einfach Messe. Hier wird gefahren, getestet, diskutiert. Vom High-End-E-Mountainbike bis zum sportiven Gravelbike spannt sich die gesamte Bandbreite. Und genau das ist der Punkt, den die Branche 2026 so deutlich wie nie zuvor macht: Vielfalt ist kein Trend mehr, sondern Standard.

Einen Tag vor dem Bike Festival war die „Radkrone“ bei der Präsentation des neuen Updates für den Bosch eBike Systems Performance Line CX-Antrieb dabei. Mittels Bosch Flow App kann jeder, ab dem 4. Mai, seinen Bosch CX-Antrieb Gen. 5 aufdrehen, auf bis zu 120 Nm Drehmoment und 600 Prozent Unterstützung – Werte, die bisher eher im High-End-Bereich angesiedelt waren. Wie sich der im Vorjahr präsentierte CX-Antrieb mit neuem Performance-Update fährt, lesen Sie in einer der nächsten Ausgaben der „Radkrone“.

„Das Fahrrad muss einfacher werden!“
Zurück zum Bike Festival: Mitten im Getümmel trifft die „Radkrone“ auf Sebastian Förth, Produkt-Manager beim erfolgreichen, deutschen Fahrradhersteller Cube. Förth ist einer, der die Entwicklung seit Jahren begleitet – und kritisch einordnet. „Riva ist für uns kein klassischer Launch-Termin mehr“, sagt Förth. „Die Saison startet längst früher. Hier zeigen wir nur unsere Highend-Modelle.“ Entscheidend ist für Förth bei Fahrrädern und E-Bikes nicht mehr nur Technik, sondern der Zugang. „Unser größtes Potenzial liegt darin, mehr Menschen aufs Rad zu bringen – nicht nur die Sportlichen.“

Förth’s Beobachtung: Viele steigen dank E-Bike ein, bleiben aber an Hürden hängen. Zu komplex, zu viele Systeme, zu viele Apps. „Ich habe selbst sieben Apps fürs Radfahren am Smartphone – das ist absurd. Das muss einfacher, vernetzter werden.“ Ein Schlüsselthema 2026 ist Sicherheit. Systeme wie ABS halten zunehmend Einzug ins Fahrrad – besonders im E-Bike-Segment. Für Förth ein logischer Schritt: „Beim Auto hat auch einmal jeder gesagt: Braucht kein Mensch. Heute redet keiner mehr darüber.“ Gerade Wiedereinsteiger oder Alltagsfahrer profitieren von intuitiver Bedienung, automatischen Schaltungen und stabiler Bremsleistung.

Förth denkt bei Cube aber noch weiter: weg vom Freizeitgerät, hin zum Verkehrsmittel. „Wenn jemand mit dem Auto zum Supermarkt fährt, um eine Packung Chips zu holen, dann sollte man sich nicht beschweren, dass der Sprit zu teuer ist, wenn man dafür auch das Fahrrad verwenden könnte“, sagt er trocken. Seine Vision ist klar: mehr Alltagsnutzung, weniger Ausreden, niedrigere Einstiegshürden. „Sätze, wie: ‘Ich fahre nicht Rad, weil…‘ müssen verschwinden.“

Und tatsächlich: Studien und Praxisbeispiele zeigen, dass ein großer Teil der Pendler kurze Distanzen zurücklegt – perfekt für das Fahrrad. Riva wird damit zur Bühne einer größeren Entwicklung: der schleichenden, aber spürbaren Mobilitätswende.

Vom Newcomer zum ernsthaften Player
Für Gesprächsstoff in Riva sorgte auch der Auftritt von MAHLE SmartBike Systems. Mit dem im Vorjahr präsentierten M40 stieg der bisher vor allem für Nabenantriebe bekannte Hersteller erstmals offensiv in das Segment der kraftvollen Mittelmotoren ein. Das System bringt rund 2,5 Kilogramm auf die Waage und liefert bis zu 105 Nm Drehmoment sowie 850 Watt Spitzenleistung – Werte auf absolutem Topniveau. Entscheidend ist jedoch die Software: Mit Funktionen wie Smart Assist und integrierter Traktionskontrolle regelt der Motor seine Unterstützung dynamisch und situationsabhängig.

Im Gespräch mit der „Radkrone“ erklärt Entwickler Edoardo Ferraresi, worauf es dabei ankommt: nicht nur Leistung, sondern Kontrolle. Der Motor verarbeitet permanent Sensordaten, erkennt Schlupf und regelt die Kraftabgabe automatisch – Stichwort Traktionskontrolle.

Dazu kommen Features wie Auto-Hold für sicheres Anfahren am Berg oder ein dynamisches Nachlaufverhalten, das je nach Situation zusätzliche Unterstützung liefert oder bewusst zurücknimmt. Ziel sei ein möglichst natürliches Fahrgefühl: „Der Motor soll nicht einfach schieben, sondern intelligent reagieren.“ Der M40 ist ein System mit enormem Potenzial und wird damit den Wettbewerb im E-Bike-Antriebsmarkt weiter anheizen.

Was bleibt nach dem ersten Tag am Gardasee?
Die Richtung stimmt. Die Branche liefert – mit mehr Leistung, mehr Technik, vor allem aber mit neuen Ideen, wie man das Radfahren einfacher und zugänglicher machen kann. Noch bis Sonntag kann gefahren und jedes Detail getestet werden. Aber schon jetzt zeigt sich: 2026 könnte ein entscheidendes Jahr für die Radbranche werden – eines, in dem sich das E-Bike endgültig zum echten Autoersatz entwickelt.

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