Traumrunde zwischen Dachstein und Hallstätter See
Wer das Salzkammergut mit dem E-Mountainbike erkunden möchte, findet im BergeSeen E-Trail eine der abwechslungsreichsten Touren Österreichs. Die Route führt durch alpine Landschaften, vorbei an glasklaren Seen und spektakulären Aussichtspunkten. Die „Radkrone“ hat eine Etappe rund um Bad Goisern, den Hallstätter See und den Dachstein getestet – und dabei eine Tour entdeckt, die Mountainbike-Klassiker, beeindruckende Natur und echte Genussmomente perfekt verbindet.
Seit Jahrzehnten ist Bad Goisern eng mit dem Mountainbiken verbunden und deshalb führt der BergeSeen E-Trail auch über mehrere Abschnitte, die den Teilnehmern der Salzkammergut Trophy bestens bekannt sind.
Im kommenden Jahr, am 17. Juli 2027, steht das 30-Jahr-Jubiläum des größten Mountainbike-Marathons Österreich an. „Wir sind eine Handvoll Personen, die die Salzkammergut Trophy organisieren“, erzählt Peter Perstl. Dazu kommen rund eintausend freiwillige Helfer am Rennwochenende.
Für Peter liegt genau darin der Erfolg des Mountainbikerennens: „Die Faszination der Trophy ist, dass die ganze Region mitlebt.“
Mindestens ebenso wichtig ist die Landschaft selbst. „Du radelst um eine Kurve und plötzlich schaut wieder alles anders aus“, so Peter zur „Radkrone“: „Wir haben Wälder, Almen, Seen, bizarre Felsformationen und Berge. Genau diese Vielfalt macht das Mountainbiken bei uns aus.“
Von Bad Goisern radeln wir zur Hütteneckalm auf rund 1240 Metern Seehöhe.
Oben wartet eine Aussicht, für die sich die Höhenmeter lohnen. Von der Terrasse des Alpengasthof Hütteneck öffnet sich ein traumhafter Blick Richtung Hallstatt, Hallstätter See und Dachstein-Gletscher.
Die Wirte Karin und Dominik Peinsteiner sind Radfahrer gewöhnt: „Wir liegen direkt an einer Strecke der Salzkammergut Trophy und sind ein beliebter Treffpunkt für Radfahrer.“
Durch den Fels der Ewigen Wand
Nach der Einkehr folgt einer jener Abschnitte, die sich im Gedächtnis festsetzen. Die Strecke führt zur Ewigen Wand. Hier wurde ein Weg direkt in die steile Felswand geschlagen. Kurze Tunnel sowie Galerien sorgen für spektakuläre Ausblicke hinunter ins Tal.
Danach geht es zurück Richtung Bad Goisern und weiter an den Hallstätter See. Der Ostuferradweg bei Obertraun erinnert dabei teils an den bekannten und berühmten Abschnitt des italienischen „Ciclovia del Garda“ zwischen Limone sul Garda und Riva del Garda, denn auch am Hallstätter See wurde ein Teil des Radweges als auskragende Stahlkonstruktion über dem Wasser schwebend direkt in den Fels hineingebaut – eine bauliche Meisterleistung.
Was auch auffällt, sind die vielen kleinen freien Seezugänge, die gerade im Sommer dazu einladen, in den Hallstätter See zu springen.
Und plötzlich ist dann Hallstatt
Nach Kilometern in den Bergen verändert sich dann die Atmosphäre schlagartig. Hallstatt ist das Gegenprogramm. Wo zuvor kaum jemand unterwegs war, drängen sich plötzlich Besucher aus aller Welt.
Smartphones werden gezückt, Reisegruppen sammeln sich an den bekannten Aussichtspunkten und vor dem berühmten Seepanorama herrscht dichtes Gedränge.
Erstaunlich viel Platz für Mountainbiker
Was auf der gesamten Runde positiv auffällt: Das Salzkammergut bietet Mountainbikern ein erstaunlich dichtes Netz an ausgewiesenen und befahrbaren Wegen.
Gerade in Zeiten, in denen andernorts über Sperren, Haftungsfragen und Nutzungskonflikte diskutiert wird, ist das ein wichtiger Faktor. Denn am Ende lebt eine Region wie diese nicht nur von ihren Bergen und Seen. Entscheidend ist auch, ob man sie auf dem Rad tatsächlich erleben darf.
Für alle zehn Etappen des BergeSeen E-Trails reichte die Zeit diesmal nicht. Aber vielleicht ist genau das die beste Werbung für diese großartige Route: Schon ein einziger Tag zeigt, wie abwechslungsreich das Salzkammergut für Mountainbiker sein kann.