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Mit dem Gravelbike rund um drei Kärntner Seen

9. Juli 2026 Diana Zwickl Reisen & Urlaub

                    Mit dem Gravelbike rund um drei Kärntner Seen

Asphalt, Schotter, Waldweg, Wiese: Der Untergrund wechselt, das Rad bleibt dasselbe. Das ist der Reiz am Gravelbiken. In Kärnten warten 24 abwechslungsreiche Strecken voller Freiheit und Fahrspaß. Die „Krone“ war am „Gravel Carinthia“ unterwegs.

Gravel stammt aus dem Altfranzösischen und bedeutet Schotter. Genau dort, zwischen Asphalt und Singletrail, hat sich in den vergangenen Jahren eine eigene Kategorie etabliert. Sie nimmt sich das Beste von Rennrad und Mountainbike und schenkt ein neues Gefühl von Freiheit. Mit einem Gravelbike entscheidet man spontan, ob es Richtung Teer oder Trail geht.

24 Routen, 1800 Kilometer
In Kärnten ist daraus ein großes, abwechslungsreiches Routennetz für Zweirad-Abenteurer entstanden, mit dem sich die heimische Seenregion auf ganz neue Weise entdecken lässt. „Gravel Carinthia“ bündelt 24 Routen auf mehr als 1800 Kilometern in sieben Regionen, jede mit mindestens 50 Prozent Schotteranteil. Drei davon hat sich die „Krone“ vorgenommen und dabei in spannender Begleitung erfahren.

An der Seite von Profis
Am Weissensee mit Peter Schwarzenbacher, Betreiber des familiengeführten Aktiv-Hotels Arlbergerhof. Bodenständig, naturverbunden und ein echter Lokalmatador der Bikeszene. Und mit Johnny Hoogerland, niederländischer Ex-Radprofi mit Stationen bei Vuelta, Giro und Tour de France. Er führt mit seiner Familie eine Pension in Velden am Wörthersee und kennt die Gegend wie kaum ein Zweiter, der diesen Sport nicht nur fährt, sondern lebt.

Mischung aus Rennrad und Mountainbike. Schmale Reifen mit kräftigem Profil, robuster, leichter Rahmen, tieferer Lenker. Für Asphalt, Schotter, leichtes Gelände. Angenehm wendig, die größere Gangbandbreite nimmt auch knackigen Anstiegen die Schärfe.

Das Wasser schimmert türkis. Zwei Drittel des Ufers sind unverbaut, teils nur zu Fuß oder mit dem Rad erreichbar. Trubel ist hier ein Fremdwort. Die Umrundung gerät zur Tour, die im positiven Sinn ausufert. Knackige Anstiege, ruppige Almwege und Schotterpassagen fordern die Linie und schenken zugleich Flow. Unterwegs liegen Almen, einsame Badeplätze und mit Tscherniheim, einst Glasbläserdorf, sogar ein Stück verschwundener Industrie. Tipp: Zeitig in der Früh starten, das Südufer auch zum Baden nutzen und über die Norduferpassage retourfahren. Tourdaten: hier.

Mediterranes Flair am südlichsten Badesee Österreichs mit Blick auf die Karawanken. Die Runde um den See selbst ist flüssig und unkompliziert, ein Großteil führt auf Asphalt. Wer Höhenmeter sucht, hängt eine Schleife auf den Dobratsch dran, Villachs Hausberg und gut über die Alpenstraße erreichbar. Sonst reicht die entspannte Seeumrundung, mit Stopps am Panorama Beach in Drobollach – Kärntens größtem und kostenlosem Strandbad. Oder bei frischer Pasta in der Finkensteiner Nudelfabrik in Gödersdorf, versteckt am Waldrand direkt am Radweg. Tourdaten: Region Villach – Faaker See hier

Die große Bühne der Region, mehr Betrieb und Lifestyle. Hinter der Uferpromenade in Velden beginnen Schotterabschnitte und Singletrails abseits des Verkehrs. Technisch abwechslungsreiche Gravel-Routen mit Höhenmetern, aber ohne Extremstellen durch das sonnige Rosental, entlang von Flüssen, durch Wälder hinauf zu aussichtsreichen Panoramapunkten. Auf dem Drauradweg und ruhigen Nebenwegen lässt sich ordentlich Tempo machen. Für alle mit Faible für Lost Places, also vergessene Orte mit Geschichte, werden Ausfahrten zum Zeitreise-Erlebnis. Tourdaten: hier

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