Fuga 300: Mit dem Fahrrad vom Gletscher ans Meer
300 Kilometer. Ein Tag. 150 Teilnehmer. Und ein Erlebnis, das vielen Radbegeisterten lange in Erinnerung bleibt. Am Samstag radelte die FUGA 300 wieder vom Großglockner bis nach Grado.
Vom ewigen Eis bis zum Meer meisterten die Teilnehmer die gewaltige Distanz in einem geschlossenen Feld. Doch die FUGA 300 ist bewusst kein Rennen. „Vielmehr steht das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund“, so Ex-Radprofi Paco Wrolich, der das Feld zum bereits neunten Mal anführte. Und Organisator Michael Kummerer ergänzt: „Wir wollen unvergessliche Momente für die Radbegeisterten schaffen.“
Dass die Tour Jahr für Jahr reibungslos über die Bühne geht, ist einer großen Mannschaft im Hintergrund zu verdanken. Guides, Sanitäter, Mechaniker, Motorradfahrer, Streckenposten und das Team an den Verpflegungs- und Labestationen sorgen dafür, dass die Teilnehmer sicher ans Ziel kommen. Auch die Zusammenarbeit mit der Polizei ist großartig. „Die Unterstützung der Exekutive ist hervorragend und ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Veranstaltung.“
Tourismusmotor für das Radland Kärnten
Denn die FUGA 300 genießt in der Radszene einen großartigen Ruf. „Rund 85 Prozent der Starter sind jedes Jahr neue Teilnehmer und die begehrten Startplätze sind meist ein Jahr vorher bereits vergeben“, verrät Organisator Kummerer, der im Führungsfahrzeug das große Feld anführt: „Viele Gäste reisten bereits Tage vor der Veranstaltung an, übernachten in Kärnten und bringen Familie oder Freunde mit.“
Damit ist die FUGA 300 längst auch ein bedeutender touristischer Impuls für den Alpen-Adria-Raum. Trotz aller Organisation bleibt natürlich auch die Leistung der Hobby-Radfahrer selbst beeindruckend. „Die FUGA 300 verlangt nicht nur körperliche Fitness, sondern auch mentale Stärke“, weiß Wilfried „Presidente“ Marktl. Dennoch wurde an den Verpflegungsstationen, wie dem Villacher Voco Hotel, gelacht, motiviert und gemeinsam gekämpft. Und genau dieser Zusammenhalt macht die FUGA 300 für viele zu etwas Besonderem.
Nach rund zwölf Stunden im Rennradsattel erreichten die Teilnehmer Grado an der Adria und die Blicke richten sich schon auf das kommende Jahr, denn dann wird ein Jubiläum gefeiert: Zehn Jahre Fuga 300 und die Vorfreude ist riesengroß.